Graded Motor Imagery (GMI)


Bei diesem Behandlungsansatz geht es darum, die Funktion und das Schmerzempfinden zu verbessern. Die Spiegeltherapie ist ein Bestandteil der Graded Motor Imagery (GMI)-Therapie. Dies wird täglich, mehrere Male, für wenige Minuten gemacht.

Durch den Spiegel sieht das Gehirn die gesunde, nicht betroffene Seite so, als wäre es die betroffene Seite.

Der zugrunde liegende Gedanke ist, dass durch die Vorstellung der unterschiedlichen Bewegungen das betreffende Hirnareal neu trainiert und zusammen mit dem Bild der gesunden Hand im Spiegel das Gehirn reorganisiert wird.

 

Sie findet in unterschiedlichen Phasen statt.

  1. Phase: Es werden unterschiedliche Bilder von einer Extremität angeschaut und es geht darum, so schnell und sicher wie möglich zu erkennen, ob es links oder rechts ist. CRPS-Fuss-Betroffene schauen sich also Bilder von div. Füssen an, CRPS-Hand-Betroffene schauen sich hingegen Bilder von div. Händen an. 
    Praktisch dazu ist das App "Recognise", welches bei iOS wie auch Android erhältlich ist. Dieses App bietet die Möglichkeit, nicht nur schon bestehende Bilder, sondern auch eigene Bilder zu verwenden. Ausserdem kann das Erkennen der Lateralität auch mit div. Spielen trainiert werden. Die Ergebnisse (Zeit und Treffsicherheit) können übersichtlich dargestellt werden.
  2.  Phase: Verschiedene Positionen der betroffenen Extremität werden angeschaut und mental eingenommen. Dies führt zu einer Aktivierung und Training des betreffenden Hirnareals.
  3. Phase: Spiegeltherapie. Der/Die Betroffene setzt sich hin und stellt einen randlosen Spiegel so auf, dass er/sie die nicht betroffene Extremität im Spiegel sieht. Die betroffene Extremität ist nicht zu sehen. Nun beobachtet man die nicht betroffene Extremität für wenige Minuten im Spiegel und stellt sich gleichzeitig vor, dass man diese Bewegungen auch mit der betroffenen Extremität macht. In einer weiteren Stufe macht man mit der anderen Extremität die Bewegungen so weit als möglich mit.